Häufige Fragen zum Thema Alopecia Areata

Kann die Krankheit psychische Ursachen haben?

Obwohl es Studien gibt, die auf einen Zusammenhang zwischen Stress unter Alopecia Areata hinwiesen, ist die Theorie, dass Alopecia Areata durch Stress ausgelöst wird spekulativ und wird sehr kontrovers diskutiert. Sicherlich ist es für Menschen mit Alopecia Areata keine schlechte Idee zu versuchen, Stress effektiver zu kontrollieren. Richtiges Stressmanagement kann dazu beitragen, den Patienten emotional zu stabilisieren.

Ist Alopecia Areata vererbbar?

Es gibt gewisse Anhaltspunkte für einen Zusammenhang. Bei 20% der Areata-Patienten ist mindestens eine andere Person in der Familie ebenfalls betroffen. Weiterhin wurde festgestellt, dass Familienmitglieder eine höhere Rate von Erkrankungen des Immunsystems haben.

Ist Alopecia Areata ansteckend?

Nein – Alopecia Areata ist niemals ansteckend!

Kann man diesem Haarausfall vorbeugen?

Nein. Wann und ob jemand von der Alopecia Areata betroffen ist, ist nicht vorhersehbar. Daher kann man also auch nichts vorbeugend unternehmen.

Wie gestalte ich mein Leben mit dem Haarausfall?

Alopecia Areata Patienten erfreuen sich in der Regel guter körperlicher Gesundheit. Allerdings bedeutet der Haarverlust eine emotionale Herausforderung. Dem Haarausfall folgen oft Probleme im psychischen Bereich, die umso größer werden können, je weiter der Ausfall fortschreitet. Der psychische Schmerz mit Haarausfall leben zu müssen, kann durch Mobilisierung der inneren Kräfte, bessere Information über die Krankheit und die Unterstützung anderer überwunden werden. Es gibt viele Menschen, die selbstbewusst und zufrieden mit dieser Krankheit leben. In einigen Fällen ist jedoch psychologische Hilfe erforderlich, um das nötige Selbstbewusstsein zu erlangen.

Welche psychologischen Folgen kann Alopecia areata haben?

Durch Alopecia areata hervorgerufene Reaktionen des Patienten können u.a. sein:

  • Angst, andere könnten erfahren, dass man von dieser Krankheit betroffen ist
  • Angst, andere könnten herausfinden, dass man eine Perücke trägt
  • Unsicherheit » Verlust des Selbstwertgefühls
  • Trauer und Depression » Schamgefühle
  • Schuldgefühle, die Krankheit provoziert zu haben
  • Schuldgefühle gegenüber Familienmitgliedern
  • Rückzug und Isolation
  • Übertriebene Suche nach Behandlungsmöglichkeiten

Abhängig von der sozialen Situation und dem Krankheitsempfinden durch den Patienten selbst, aber häufig auch durch dessen Eltern, kann psychotherapeutische Betreuung (z. B. Spieltherapie) eine wertvolle unterstützende Maßnahme zur Krankheitsbewältigung (Coping) darstellen. Die Hauptaufgabe in der Bewältigung der Alopecia Areata ist jedoch die Beratung der Eltern und die psychosoziale Unterstützung von Eltern und betroffenen Kindern. Neben psychotherapeutisch geschulten Fachkräften kommt vor allem den Selbsthilfegruppen wie der Verein Alopecia Areata Schweiz eine wichtige Bedeutung zu, da sich hier Betroffene und deren Eltern untereinander austauschen und hilfreich zur Seite stehen können.

Was können Sie tun, um mit Alopecia Areata gut zu leben?

Alopecia Areata Patienten und Ihre Angehörigen sind mit einer völlig neuen Lebenssituation konfrontiert, die verwirrend, beängstigend und unvorhersehbar ist. Die meisten Betroffenen hatten nie mit einer Krankheit wie der Alopecia Areata zu tun und sind daher völlig unvorbereitet. Die folgende Liste soll Ihnen helfen, mit der Alopecia Areata besser und leichter leben zu können: » Sammeln Sie Informationen über Alopecia Areata. » Sammeln Sie Informationen über Behandlungsmöglichkeiten. » Diskutieren Sie mit Ihrem Arzt, Ihren Angehörigen und Freunden, ob und welche Therapie für Sie bzw. Ihr Kind in Frage kommt. Gemeinsamkeiten festgestellt werden. Wie können mein Kind und » Nehmen Sie über uns Kontakt zu anderen Betroffenen auf. » Geben Sie sich und Ihrem Kind Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein mit auf den Weg. » Schenken Sie Ihrem Kind ein offenes Ohr für Sorgen, Nöte und Wünsche. » Lassen Sie bei sich und Ihrem Kind Gefühle zu, ohne in Selbstmitleid zu zerfliessen. » Vertrauen Sie Ihrem Kind und lassen es sich ausprobieren, es seinen eigenen Weg finden. » Sammeln Sie Informationen über Perücken und andere kosmetische Hilfsmittel. » Versuchen Sie, Ihr psychologisches Gleichgewicht zu bewahren, indem Sie Strategien erlernen, um mit Stress, Angst und Depression besser fertig zu werden. » Intensivieren Sie Beziehungen zu Angehörigen und Freunden, die Ihnen gut tun und die bereit sind über Ihre Probleme zu sprechen. » Konzentrieren Sie sich so oft wie möglich auf positive Bereiche Ihres Lebens. » Lernen Sie sich selbst zu akzeptieren, denn dann können Sie auch erwarten, von Ihrer Umwelt akzeptiert zu werden.

Warum sind Selbsthilfegruppen wichtig für Sie?

Alopecia Areata Patienten können in einer Selbsthilfegruppe lernen, ihre Erkrankung anzunehmen und mit ihr zu leben. Hier können sie Erfahrungen austauschen, sich entlasten und gegenseitig ermutigen. Jeder bearbeitet seine Probleme gemeinsam mit anderen betroffenen Menschen. Menschen, die das gleiche Schicksal erleiden, sind oft die besten Ratgeber für konkrete und praktische Tipps, wie z.B. Perückenkauf, die Wahl des Arztes und bei Alltagsproblemen. Auf diese Weise können Sie neue Lebensqualität erlangen und sind über Ihre Krankheit und deren Behandlungsmöglichkeiten besser informiert.

Wann brauchen Sie Unterstützung?

Viele Menschen empfinden Alopecia Areata als ein Trauma. Die Krankheit kann ebenfalls für Eltern, Partner und andere Angehörige von Betroffenen zur Belastung werden. Versuchen Sie herauszufinden, inwieweit Alopecia Areata Ihr Leben beeinflusst und verändert hat! Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Krankheit einschneidende Veränderungen in Ihrem Lebensstil mit sich gebracht hat, Sie sich oder ihr Kind isoliert haben oder auch dauerhaft unter negativen Gefühlen leiden, dann sollten Sie psychologische Hilfe suchen. In vielen Fällen kann jedoch auch bereits der Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe ausreichen, um das Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Wie finden Sie professionelle psychologische Unterstützung?

Ein Weg, professionelle psychologische Hilfe zu finden, kann ein Gespräch mit einem Arzt Ihres Vertrauens sein. Sie können sich jedoch auch an einen Psychiater oder Neurologen wenden, der Ihnen Adressen von entsprechenden Psycho-Therapeuten empfehlen kann.